Biene – bedrohtes Nutztier

Bedrohtes Nutztier: Pestizid-Mix in Pollen macht Bienen schwach … zum Chemicals kill beesSPIEGEL-Artikel

Dieser Spiegel-Artikel beschreibt, dass Bienen einem Cocktail von Pestiziden ausgesetzt sind. Allerdings können auch Fungizide, also Pilzvernichtungsmittel die Bienen schwächen. Ob sich die Bienen mit Nosema ceranae infizieren?

Ein Team um Jeffery Pettis vom Bee Research Laboratory in Beltsville (US-Bundesstaat Maryland) hat deshalb Pollen von 63 Bienenstöcken analysiert. Die Analyse, publiziert “Im Fachmagazin “PLoS One” berichtet folgendes:

  • Im Schnitt enthielt eine Pollenprobe durchschnittlich neun Pestizide.
  • In einem Fall waren 21 unterschiedliche Pflanzenschutzmittel enthalten.
  • Insgesamt entdeckten die Forscher 35 verschiedene Pestizide.
  • Herbizide waren in gut einem Viertel der Proben zu finden, Insektizide und Fungizide in jeder Probe.
  • Der Anteil von zwei Substanzen überstieg in mindestens einer Probe die sogenannte mittlere letale Dosis. Das heisst: Würden die Tiere allesamt solche Mengen aufnehmen, würde die Hälfte des Bienenvolks innerhalb von ein bis zwei Tagen sterben.

Kann es sein, dass Bienen sich gegenseitig anstecken? Ja, Experimente erbrachten folgendes Ergebnis:

  • 13 Prozent der Bienen, die pestizidfreien Pollen bekommen hatten,
  • 17 Prozent der Bienen, die Pollenersatz bekommen hatten,
  • 24 Prozent der Bienen, die die echten Pollenproben bekommen hatten.

Die Forscher errechneten, wie die verschiedenen Pestizide beeinflusst hatten, ob die Bienen erkrankten. Das Ergebnis: 14 Pestizide schienen den Parasitenbefall der Bienen zu senken, acht dagegen erhöhten ihn.

Warum manche Pflanzenschutzmittel – darunter fünf von neun Fungiziden – das Krankheitsrisiko reduzierten, lässt sich anhand der Studie nicht genau beantworten. Gut möglich ist, dass zumindest die Fungizide dem Parasiten, einem Pilz, deutlich mehr schadeten als den Bienen.

Weitaus problematischer waren Anti-Milben-Mittel, die Imker in den USA in Stöcken einsetzen. Den Schutz vor Milben, so scheint es, kann man hier nur erkaufen, indem man die Abwehr gegen einen anderen Parasiten schwächt. “Den Imkern ist klar, dass diese Mittel auch den Bienen schaden”, sagt der an der Studie beteiligte Forscher Dennis vanEngelsdorp von der University of Maryland. Doch man komme um deren Einsatz nicht immer herum. Er vergleicht es mit einer Chemotherapie: “Die ist ebenfalls sehr ungesund. Aber sie kann gegen Krebs helfen, der sonst tödlich ist.”

Am anfälligsten für Nosema machte die Bienen allerdings ein Fungizid: das auch in der EU zugelassene Pyraclostrobin. Bienen, die den Stoff mit dem Pollen aufgenommen hatten, erkrankten fast dreimal so häufig wie Bienen, die ihn nicht verzehrt hatten.

“Menschen denken bisher kaum daran, dass Fungizide Bienen beeinträchtigen, weil sie nicht entwickelt wurden, um Insekten zu töten”, sagt van Engelsdorp. Während es strenge Regeln für den Einsatz von Insektiziden gebe, fehlten diese in Bezug auf Fungizide. Oft sehe man, wie sie an Stellen gespritzt werden, an denen Bienen unterwegs sind. “Es wäre sinnvoll, diese Produkte anders zu kennzeichnen, damit das nicht mehr passiert.”

Seit Jahren bereitet das vor allem in Europa und Nordamerika grassierende Bienensterben Forschern und Imkern Sorgen. Neben Pestiziden werden auch Krankheitserreger, Klimaveränderungen und fehlende Pflanzenvielfalt dafür verantwortlich gemacht – wahrscheinlich beruht das Phänomen auf einer Kombination dieser Faktoren.

Die EU hat zwar kürzlich die Nutzung mehrerer Insektizide Insektizide zeitweise verboten oder stark eingeschränkt – die aktuelle Studie zeigt jedoch, dass es wahrscheinlich nicht reicht, sich nur um diese Klasse von Pflanzenschutzmitteln zu kümmern. … weiterlesen

  • Jeder Imker, auch Hobbyimker macht irgendwann identische Erfahrungen, die man von Mensch auf Tier, also auch Bienen übertragen kann: Berühren heisst immer auch infizieren. Wer einmal mit Chemikalien in Berührung kommt, schwächt sein Immunsystem. Wer danach systematischen chemischen Verbindungen ausgesetzt ist, durch Nahrung und Getränke, auch Chemtrails, versprühte und vom Wind weitergetragene Chemikalien, etc. wird irgendwann den Kampf verlieren.
  • Unser Nachbar versprühte Anfang des Jahres mittags Roundup entlang von seinem Zaun. Auf unserer Seite des Zaunes stehen bienenfreundliche Büsche. Am nächsten Tag war die Hälfte aller unserer Bienenstöcke verendet. Hier ist eins und eins schnell zusammengezählt. Ein Nachbar 3 Häuser entfernt von hier, welcher einige Monate später ebenfalls Roundup einsetzte, war ebenfalls für zehntausende toter Bienen verantwortlich. Alle unsere Bienenstöcke auf der gleichen Höhe wie sein Garten, verloren die Hälfte aller Bienen.
  • Menschen sind rücksichtslos, wenn es um ihren eigenen Vorteil, ihre Vorlieben und Abneigungen geht. Wer kein Unkraut jäten will, benutzt Roundup. Dass Mensch, Tier und Natur, auch in der weiteren Umgebung, darunter leidet, geht diesen Sturköpfen nicht ins Hirn. Für solche Leute sind Krankheiten mit Genen verbunden und nicht mit ihrem eigenen Lebensstil, in welchem Chemikalien zum Alltagsgebrauch gehören.

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